Keine Zeit? Zeit für eine Pause!

Wer kennt das nicht: Nicht nur als Selbständige:r, sondern auch wenn man bereits Mitarbeiterverantwortung trägt, als Unternehmer:in eine Unternehmensstruktur etabliert hat und das Geschäft läuft, wird gehustled bis in die Abendstunden. Pausen sind rar gesät.

Wie soll die Firma auch laufen, wenn man selbst nicht alles gibt?!?

Und dann immer wieder die Kalendersprüche, die einem sagen, dass es nicht darauf ankommt, selbst und ständig zu arbeiten, sondern ständig für oder an sich selbst und dass das nur funktioniert, wenn man sich Zeit für sich selbst nimmt.

In meiner Beratung habe ich es beobachtet: Von morgens bis abends nur für das Unternehmen zu arbeiten gefährdet irgendwann nicht nur die Gesundheit und das Familienleben oder soziale Leben, sondern auch das Unternehmen selbst.

Die Wissenschaft bestätigt: achtsame Auszeiten verbessern unsere Gesundheit

Die „Initiative Gesundheit und Arbeit“ veröffentlichte 2021 eine Meta-Studie, die 105 Studien aus 2005 – 2019 zu Grunde legte, die die Wirksamkeit von Achtsamkeitstrainings im beruflichen Kontext untersuchten und auch einen Blick auf die Unterschiede zwischen Online- und Offline-Angeboten warfen (vgl. hier). Beides hat sein Für und Wider. Wie so oft im Leben.

Das, worauf es im Zusammenhang zum Thema „Auszeit als Unternehmer:in“ ankommt, konnte belegt werden: Achtsamkeit im Alltag zu trainieren lohnt sich – körperlich und psychisch.

„Wir sind Menschen und kein perpetuum mobile!“

Soll heißen, wir brauchen Pausen. Wir brauchen Pausen, um unsere Batterien wieder aufzuladen, um unserem Partner, unserer Partnerin beim Abendessen freundlich zu begegnen, für das offene Ohr unserer Kinder oder das gemütliche und verbindende Zusammensein mit Freunden und Freundinnen.

Pausen fördern die Kreativität

Wir brauchen die Pausen aber auch, um Abstand zum Geschäft zu entwickeln. Ja, Du liest richtig! Inspirationen, neue kreative Lösungsansätze und vieles mehr entstehen aus der Stille und wenn wir eben nicht im Hustle-Modus sind. Wichtig dabei: Lege Deinen Laptop und Dein Handy zur Seite. Es geht um den Fokus auf eine ganz bestimmte Sache.

Diese regelmäßigen Phasen des „slow down“ oder der Zeit für sich selbst aussehen, ist bei jedem anders. Der eine entspannt sich beim Kraftsport oder beim Laufen im Wald, die andere beim Yoga, dem Spaziergang, der Meditation, in der Sauna oder dem Spielen mit den Kindern oder dem Hund.

Wichtig bei dabei ist, sich die Pausen zu nehmen, bevor der Körper, das Umfeld oder das Unternehmen Alarm schlägt.

Meine Tipps für Dich:

  1. Finde heraus, was Dich entspannt
  2. Plane dafür ganz konkrete Termine in Deinen Terminkalender ein (Meine Empfehlung: Lieber jeden Tag 20 Minuten, als einmal in der Woche eine Stunde)
  3. Informiere Dein Team und/oder Deine Assistenz darüber, dass diese Termine unverrückbar sind
  4. Ziehe es 28 Tage durch
  5. Reflektiere nach 28 Tagen darüber, was sich verändert hat. Folgende Fragen könnten Dir dabei helfen:
    • Wie geht es mir?
    • Wie geht es meiner Firma und meinem persönlichen Umfeld?
    • Ist die Art und Weise, meiner Me-time passend für meine Bedürfnisse und mein Wohlbefinden? Wenn nicht: Was kann ich ändern?

Wenn Du diese Tipps beherzigst, wirst Du an Dir selbst erleben, wieviel entspannter Du mit herausfordernden Situationen umgehen kannst. Hattest Du bereits erste körperliche Symptome, könnten diese weniger geworden sein.

Das Geschäft läuft auch trotz deiner geplanten Auszeiten weiter, wenn nicht sogar besser, weil Deine Energie, die Du mit Pausen hineinsteckst, so viel fokussierter ist.

Und auch Deine Kids oder Dein Partner, Deine Partnerin werden die Veränderung an Dir und in Eurer Beziehung feststellen.

Sieh‘ Dir gerne auch diesen dazu passenden Beitrag an: Wie Prioritäten dich dabei unterstützen, qualitativ hochwertige Me-Time einzuplanen

3 Comments

  1. […] Artikel vom 24. Februar 2022 (HIER) habe ich beschrieben, warum es essenziell ist, auch als Unternehmer:in Zeit für sich selbst […]

  2. […] als Leader mehr Zeit für Dich einplanen kannst, habe ich in zwei vorherigen Artikeln beschrieben: Hier und […]

  3. […] auch in herausfordernden Situationen bei Dir bleibst und die Ruhe und einen kühlen Kopf bewahrst (siehe Artikel vom 24.02.2022). In Deinem stressigen Businessalltag scheint dafür jedoch kein Platz zu […]

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