Prioritäten für Me-Time

Im Artikel vom 24. Februar 2022 (HIER) habe ich beschrieben, warum es essenziell ist, auch als Unternehmer:in Zeit für sich selbst einzuplanen. Nun fragst Du Dich vielleicht: Wie soll das gehen? Du hast so viel zu tun, zu viel zu tun

Gerade deshalb ist es wichtig, sich Auszeiten zu nehmen

In meinem 2. Tipp schrieb ich, dass Du Dir ganz konkrete Zeiten in Deinen Terminkalender eintragen und Deine Assistenz oder Mitarbeiter:innen darüber informieren solltest, dass diese unverrückbar sind.

Vielleicht hast Du das auch schon ausprobiert und bist daran immer wieder gescheitert, weil es Dinge gab, die wichtiger sind, die dazwischenkamen. Das hat Dich vielleicht darin bestärkt zu glauben, dass es keinen Sinn macht, Pausen von vornherein zu planen. Da ich systemisch berate, kann ich Dir sagen:

Es kommt auf den Kontext an

Was bedeutet das? Das heißt, dass Du vielleicht daran gescheitert bist, Dir Auszeiten zu nehmen, weil Du andere Dinge unberücksichtigt gelassen hast. Eventuell hast Du es versäumt in diesem Zusammenhang Deine anderen Tätigkeiten zu priorisieren. Und ich könnte wetten, Du hast im Zuge dessen keine Zeiten für „Unvorhergesehenes“ eingeplant – egal ob beruflich oder privat.

Wenn Du also feststellst, dass es Dir aktuell nicht gelingt, genügend Zeit für Dich selbst und Deine Gesundheit einzuplanen, setze Prioritäten. Ich weiß, das ist das 1:1 des Unternehmertums. Mir geht es hier aber nicht um die „normalen“ Businesstipps.

Mein Fokus ist Dein persönliches Wohlergehen, Deine mentale, energetische und körperliche Fitness.

Und diese im Zusammenhang mit den Business-Aufgaben zu priorisieren ist der Schritt, der Dir vielleicht noch gefehlt hat.

Das Einmaleins des Prioritäten setzen: 1. Die Business-Aufgaben

Vorangestellt: Ich gehe davon aus, dass Du Deine Business-Prioritäten bereits bewusst setzt. Du kennst bestimmt die ganzen Tools für effektives Zeitmanagement dazu (Eisenhower-Prinzip, Eat that frog, Pomodoro-Technik, Pareto-Prinzip etc.) Wenn nicht, lasse es mich in den Kommentaren gerne wissen, dann gehe ich darauf noch einmal genauer ein.

2. Private Aufgaben priorisieren

Hast Du Deine Business-Aufgaben priorisiert, kannst Du auch darüber nachdenken, Deine privaten Aufgaben zu priorisieren. Ja, das liest sich im ersten Moment vielleicht merkwürdig, aber ich meine das genauso! Ich wette, Du machst das bereits ganz automatisch. Der Zahnarzttermin Deiner Kids ist sicherlich unverrückbar, genauso wie der Familienurlaub oder das Diner-Date zum Jahrestag.

3. Me-Time in den Kalender eintragen

Und wo passt jetzt die Zeit für Dich in Deinen Kalender? Ganz einfach: Du entscheidest, ob sie für dich zum Privatleben oder Berufsleben gehören. Mein Tipp: Weil wir oft besser darin, berufliche Termine zu planen und die privaten meisten ganz automatisch im Kopf priorisiert werden, empfehle ich die Zeiten nur mit Dir selbst in den beruflichen Kontext zu stellen.

Wenn Du nun also Deinen Terminplaner vor Dir liegen hast, Deine beruflichen Themen priorisiert hast, dann trägst Du als allererstes (!) die Zeiten für Dich selbst ein. Stell Dir vor, das ist wie das finanzielle Investment, dass Du am Monatsanfang vornimmst, statt am Monatsende, wenn vielleicht nichts mehr übrig ist.

4. Alle anderen Aufgaben in den den Kalender eintragen

Hast Du Deine Auszeiten eingetragen, folgen alle anderen Aufgaben, Termine etc. Und vergiss nicht, Zeiten mit Leerlauf für das Troubleshooting einzuplanen, die Dir sonst vielleicht die Zeit mit Dir selbst gestohlen hätten.

Wenn Du so vorgehst, wirst Du sehen, wie sich Deine Auszeiten „verselbständigen“ und wie sehr Du sie brauchst. Sie geben Dir die Kraft, im Alltag bei Dir zu bleiben, Dein Business voranzutreiben, auch in herausfordernden Situationen einen klaren Kopf zu behalten und wertschätzend zu kommunizieren.

2 Comments

  1. […] Dee Hock hat das Thema Self-Leadership auf den Punkt gebracht. Das Problem ist nur, dass kaum eine Führungskraft und die Führungskraft der Führungskraft vermutlich noch weniger, 50 % seiner/ihrer Zeit auf die Auseinandersetzung mit der eigenen Führung verwenden wird. (Wie Du als Leader mehr Zeit für Dich einplanen kannst, habe ich in zwei vorherigen Artikeln beschrieben: Hier und Hier) […]

  2. […] Sieh‘ Dir gerne auch diesen dazu passenden Beitrag an: Wie Prioritäten dich dabei unterstützen, qualitativ hochwertige Me-Time einzuplanen […]

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