Konditionierungen und Überzeugungen

Warum geraten wir in immer wieder dieselben Herausforderungen? Warum trauen wir uns noch immer nicht zu sagen, was wir denken? Warum legen wir mehr Wert auf das, was andere für richtig halten, statt auf unser eigenes Gefühl zu achten? Und wie prägen unsere Überzeugungen unser Verhalten und unsere Sprache?⠀⠀⠀⠀⠀

Oft stoßen wir an unsere Grenzen. Selbst wenn wir schon erfahren sind, die eine oder andere Überzeugung aufgelöst oder Konditionierungen aufgedeckt haben, kommen wir dann und wann nicht weiter.⠀⠀

Die Transformationsarbeit endet nie

Kann es nicht sein, dass wir bei all der Vergangenheitsbewältigung übersehen haben, dass sich auch im Hier und Jetzt immer wieder neue Überzeugungen bilden, die uns in der Umsetzung, im Reden oder Denken behindern? Das Problem ist, dass wir zu sehr damit beschäftigt sind zurückzublicken als im Hier und Jetzt zu sein.⠀⠀⠀⠀⠀⠀

Mein Tipp: Achtsamkeit!

Oft übersehen wir Überzeugungen, die sich neu bilden, weil wir die Ursache in der Vergangenheit suchen. Da bei ist es besser, wir hinterfragen ab sofort nicht nur, wo die Ursache liegen könnte, sondern weiten unseren Blick aus auf die Gegenwart.⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀

Folgende Fragen unterstützen uns bei der Reflexion

  • In welchen Bereichen denke ich heute anders, als vor einigen Monaten oder Jahren?
  • Wann habe ich das Gefühl, mir selbst im Weg zu stehen?
  • In welchen Situationen verwende ich Worte wie „man“, „eigentlich“ oder „kann … nicht“⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀

Gehen wir tiefer und sind offen für das, was wir uns an neuen Überzeugungen angeeignet haben, stehen uns alle Türen offen diesen mit Achtsamkeit zu begegnen und aufzulösen oder zu integrieren.

Glaubenssätze und Überzeugungen gehören zu unserem Alltag

Du kennst sie bestimmt. Sätze wie: „Nur hart erarbeitetes Geld ist ehrlich verdientes Geld“, „Du bist einfach zu ängstlich“, „Du musst Dich anpassen, sonst eckst Du immer wieder an“, „Sei still! Du bist zu laut“ und so weiter…

Irgendwann in der Vergangenheit hatten sie im besten Falle einen Sinn, weil sie unser System schützten und uns vor Gefahren bewahrten. Wir schnappen sie auf von unseren Eltern, Lehrer:innen, Vorgesetzten, Kolleg:innen, der Gesellschaft oder unseren Freunden.

Doch für ein selbstbestimmtes, glückliches Leben, in dem wir uns so entfalten und zum Ausdruck bringen, wie es unserem Wesen entspricht, sind sie nicht mehr förderlich. Sie hindern uns daran weiterzukommen und den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen. Vor allem machen Sie uns abhängig von den Meinungen anderer.

Du kannst alles haben wovon du träumst, wenn du bereit bist den Glaubenssatz aufzugeben, dass du es nicht schaffst.
(Robert Anthony)

Hinderliche Glaubenssätze und Überzeugungen transformieren in fünf Schritten

Nicht alle Überzeugungen müssen wir transformieren. Manchmal ist es besser, sie als Antrieb zu nutzen und im Alltag achtsam zu sein, wenn sie unser Unterbewusstsein zu vorschnellen Reaktionen hinreißt. In vielen Fällen jedoch sind negative Konditionierungen eher hinderlich, als hilfreich. Mit folgenden Schritten können wir diese transformieren:

1. Bewusst werden

Vor dem Integrieren oder Auflösen steht das „Bewusst werden“. Das ist der wichtigste Schritt! Bewusstwerdung erfolgt bspw. durch aufschreiben. Schreibe Dir alle Überzeugungen über Dich oder Dein Leben auf.

Gehe Deine Lebensbereiche durch und schreibe auf, was Du über sie denkst. Spüre Deinen Emotionen und negativen Gedanken nach. Sie sind ein Indikator Deiner negativen Überzeugungen.

2. Lesen, fühlen, priorisieren

Im nächsten Schritt geht es darum, dass Du Deine Liste mit den aufgeschriebenen Überzeugungen durchgehst: Lies Dir jeden Satz laut vor und spüre in Dich hinein, ob er mit Dir in Resonanz geht. Dann markierst Du ihn.

Bist Du durch, priorisiere Deine Überzeugungen. Wo hast Du die stärkste Resonanz gespürt?

3. Wahrheitsgehalt checken

Nimm Deinen wichtigsten Glaubenssatz und unterziehe ihn einer Prüfung:

  • Ist dieser Satz wirklich wahr?
  • Wie fühlst Du Dich, wenn Du diesen Gedanken denkst?
  • Wer wärst Du ohne diesen Gedanken? Wie würdest Du Dich fühlen? Wie Deinen Alltag leben?
  • Kehre den Satz mindestens drei 3 mal um
  • Finde für jede Umkehrung Beispiele
4. Achtsam im Alltag

Sei ab sofort achtsam in Deinem Alltag und beobachte Dich und Deine Überzeugungen. Vor allem habe im Blick, ob und wie der Glaubenssatz, den Du transformiert hast, sich in Deinem Alltag noch immer zeigt und wiederhole bei Bedarf Schritt 3.

5. Affirmationen oder Vision Board

Abschließend kannst Du Deine neuen positiven Überzeugungen in Dein Vision Board integrieren oder Dir passende Affirmationen dazu aufschreiben, die Du Dir täglich unterstützend vorsprichst.

Vorausgesetzt, es liegen keine traumatischen Erlebnisse vor, es besteht also grundsätzlich psychische Gesundheit, können die negativen Überzeugungen sehr gut transformiert werden.

Mehr Einblicke und Tiefgang gibts in meinem Live-Video auf Instagram vom 18. Mai (@marlen_marks). Darin gehe ich ausführlich auf die einzelnen Schritte ein und teile meine eigene Transformation.

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